Einführung und Allgemeines zum Thema Rentenversicherung

Zu guter Letzt begann sich durch den beginnenden Eintritt der geburtenschwachen Jahrgänge in das Erwerbsleben, wie auch durch die steigende Lebenserwartung das Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentenempfängern negativ zu verschieben. Die Politik reagierte 1992 mit ersten Einschnitten (insbesondere Koppelung an die Netto- statt Bruttolohnentwicklung). Der 1997 eingeführte „demographische Faktor” wurde nach dem Regierungswechsel 1998 von der rot-grünen Bundesregierung zunächst wieder zurückgenommen; dafür erschien aber im neuen Jahrtausend der so genannte „Nachhaltigkeitsfaktor”. Er berücksichtigt das Zahlenverhältnis von Beitragszahlern zu Rentenbeziehern und begrenzt den Rentenanstieg. Die Folge sind nominal schwach wachsende oder stagnierende, d.h. inflationsbereinigt stagnierende oder sinkende Rentenbezüge.

Letztendlich bedeutet das, das ein zukünftiger Rentner immer weniger zum Leben zur Verfügung hat, da die Rentenleistungen und vor allem die Rentenanpassungen nicht einmal die Inflationsrate ausgleichen können.

Dies sind Gründe, die die Bundesregierung anlässlich der Rentenreform dazu bewogen, vom Bürger eine aktive, zusätzliche Beteiligung an der Altersvorsorge in Form von staatlich geförderten, zusätzlichen Rentenversicherungen zu fordern, da die Renten-entwicklung auch in Zukunft sicher eher negativ verlaufen wird, so dass ohne zusätzliche Altersvorsorge der Lebensstandard nicht annähernd gehalten werden könnte.

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